Sein Strich ist präzise, sein Witz scharfsinnig: In seinen Karikaturen bringt Michael Pammesberger Politik und Zeitgeschehen täglich auf den Punkt. Ein Querschnitt durch sein Werk zeigt ihn als Chronisten der letzten 30 Jahre in Bildern.
Seit 1992 zeichnet der Karikaturist Michael Pammesberger für große österreichische Tageszeitungen, seit 1997 täglich für den Kurier. Zum 60. Geburtstag widmet ihm das Karikaturmuseum Krems eine umfassende Ausstellung.
Drei Jahrzehnte Politik und Gesellschaft „Planet Pammesberger“ zeigt einen Querschnitt seiner politischen Karikaturen der letzten Jahre mit Fokus auf aktuelle Ereignisse in Österreich. Seine Zeichnungen unterhalten auf geniale Weise. Pammesberger variiert gern bildliche Ideen, mehrere Motive umkreisen ein Grundthema. Gern hebt er das Tragisch-Witzige hervor: Beispielsweise zeigt er die grüne Spitzenpolitikerin Sigrid Maurer und Parteiobmann Werner Kogler als bürgerliches Ehepaar und dazu die junge (damals noch) EU-Kandidatin Lena Schilling als trotziges Teenie-Kind mit Handy. Oder FPÖ-Chef Herbert Kickl in einem Glas eingelegt mit Russen – ist er zu eng mit ihnen?! Die Unzulänglichkeiten, Skandale und große wie kleine politische Affären als Bild auf den Punkt gebracht: Solche Werke regen zum Nachdenken an, während einem das Lachen im Hals stecken bleibt. Das ist Karikatur in ihrer schönsten und subversivsten Form!
Karikatur und Journalismus Neben der Tagespolitik verhandelt Pammesberger allgemeine gesellschaftliche Themen wie Bildung, Gesundheit, Klima und Medien. Autos und Aktivismus, Impfplicht und Schwurbler – Michael Pammesberger fängt die Nuancen menschlichen Handelns ein und verwandelt sie in brillante Kunst. Einseitige Witze vermeidet er. Als Karikaturist ist er dicht am Journalismus. Er inszeniert sich in seinen Karikaturen gerne selbst und reflektiert damit seine Rolle als zeichnender Chronist.