Was den „Wachauer Charme“ ausmacht
Ein Bildstock aus dem Spätmittelalter, eine Rastbank – und ein schöner Blick „hinüber“ nach Spitz mit seinen Walmdächern. An Stellen wie diesen, wo der Blick weit schweift, wird es so richtig deutlich: „Verhüttelung“ ist in der Wachau ein Fremdwort. Vielmehr kuschelt sich eine Ortschaft neben der anderen kompakt in die Landschaft. Dazwischen Weingärten, Wälder und Felsen. Eine Landschaft, die in sich ruht und dabei Kultur und Natur aufs Feinste verwebt.
Geformt haben dieses Bild auch historische Sachzwänge: Die dichte Bauweise der Dörfer ließ mehr Platz für den Weinbau und erleichterte in unruhigen Zeiten deren Verteidigung. Als einem der ältesten Siedlungsgebiete Europas ist man sich auch international des besonderen Werts der Wachau bewusst. Deutlich machen das die Auszeichnung zum Weltkulturerbe und das europäische Naturschutzdiplom.
Hätten Sie das gedacht?
Hier in der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf wurde Wein schon im Frühmittelalter angebaut. Waldflächen wurden dafür eigens gerodet, und einige Steinterrassen aus dieser Zeit sind bis heute erhalten. Vom Hochmittelalter bis in 18. Jhdt. lag der Weinbau übrigens hauptsächlich in kirchlicher Hand. Oft legten Klöster die bis heute erhaltenen Lesehöfe an.