Welterbe-Spot Tausendeimer Berg

Ruine Hinterhaus in Spitz
©Robert Herbst

Wein und Wehr

Was für ein reizvoller Kontrast doch die Ansicht von Spitz prägt: Die kultivierten Weingärten des 1000-Eimerbergs hinter dem Ortskern. Und im Gegensatz dazu – gleich über den Spitzer Bach – die wildromantische Aura der Ruine Hinterhaus auf ihrem Felssporn.

Dabei hat das eine das andere bedingt: Der Wohlstand, den der ergiebige Weinbau am 1000-Eimerberg gewährte, musste geschützt werden. Und das oft und mit allem Einsatz, wie die Geschichte der Ruine Hinterhaus verrät: Nach dem Ende der Dürnsteiner Kuenringer wechselte sie laufend die Besitzer. Sie wurde zerstört, wiederaufgebaut, belagert, von den Ungarn eingenommen (1491) und gegen die Türken im 16. Jahrhundert ausgebaut. Das „Ende der Geschichte“ kam 1620:  Im Zuge der Reformationskriege, als Spitz großteils evangelisch war, wurde die Burg zerstört und nicht mehr in Stand gesetzt.

Hätten Sie das gedacht?

Seinen Namen hat der 1000-Eimerberg von angeblich 1000 Eimern Wein, die er in guten Jahren eingebracht haben soll. Nach gegenwärtigen Maßen wären das 56.000 Liter! Heute wachsen hier auf einigen der steilsten Steinterrassen der Wachau nach wie vor exzellente Riesling- und Neuburger-Weine.

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