Wachauer Trockenrasen

Königskerzen, Brillenschafe & ganz viel Natur

Warum die Wachauer Trockenrasen so besonders sind - eine Tour mit Hannes Seehofer

Hannes Seehofer ist froh über seine 90 neuen vierbeinigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Pflege der Wachauer Trockenrasen ist eine große Aufgabe. Da kommen die Kärntner Brillenschafe und Krainer Steinschafe gerade recht. Sie helfen, die Flächen kurz zu halten - erste Station ist Höhereck, ein Naturschutzgebiet von über zehn Hektar in der Gemeinde Dürnstein.

Sanfte Hügel und grüne Wiesen erstrecken sich unter einem strahlend blauen Himmel, während eine Herde Schafe friedlich die Landschaft durchstreift. Die warmen Sonnenstrahlen des Sommers verleihen der Szenerie eine einladende Atmosphäre, die zum Verweilen und Entspannen einlädt.
©© Robert Herbst

Unterwegs im Naturschutzgebiet Höhereck

Hier wachsen die seltenen Pracht-Königskerzen, die im Sommer ihre volle Größe erreichen. Wer entlang des Welterbesteigs Wachau auf der Etappe von Stein nach Dürnstein – oder umgekehrt – wandert, kann viele Exemplare bestaunen. Aber nicht nur die: Rund sechs Hektar des Naturschutzgebietes Höhereck sind Trockenrasen. Hier wachsen Steinfedergras, Orchideen oder der extrem seltene Österreichische Lotwurz. „Trockenrasen sind seichtgründige Böden mit besonderer Artenvielfalt. Hier am Höhereck leben knapp hundert Tagfalter-Arten, 25 Heuschrecken- und 35 Brutvogel-Arten. Viele davon stehen auf der roten Liste, sind akut gefährdet“, erklärt Hannes Seehofer. Der Experte betreut seit knapp zwanzig Jahren Naturschutzprojekte in der Wachau.