Gartl am Tisch

Tellerweise tolle Überraschungen

Maria Harm kredenzt in ihrem Gartl am Tisch feine Überraschungsmenüs.
Der Ausblick über Stift Göttweig, Krems und Krustetten ist dabei inklusive.

„Hier ist alles ein bissl wilder.“ Maria Harm spricht diesen Satz gelassen aus. Sie hat Platz genommen auf der gemütlichen Holzbank in ihrem Gasthaus, dem Gartl am Tisch. Wild – das bezieht sich hier auf die Mischung an Gerichten, die die Gastgeberin 

Inmitten der sanften Hügel und üppigen Gärten wird die Freude am Ernten lebendig. Eine leidenschaftliche Gärtnerin hält stolz frische Rüben in den Händen, während die Sonne den klaren Himmel erleuchtet. Hier, wo Natur und Genuss aufeinandertreffen, entfaltet sich das wahre Wesen des ländlichen Lebens.
©© Donau Niederösterreich/Pamela Schmatz

Regionales Gemüse. Gewürze aus aller Welt.

Ihre Menüs komponiert Maria Harm jeden Tag anders. Gewürze und Kräuter spielen immer eine große Rolle. Diese dürfen aus aller Welt sein – so mischen sich der regionale Anspruch und die internationalen Noten auf einem Teller. Immer wieder mit französischem Touch. Die Liebe zur Grande Nation begleitet die ehemalige Französisch-Pädagogin schon lange.

Inmitten einer malerischen Landschaft begrüßt eine freundliche Gastgeberin die Besucher mit einem herzlichen Lächeln. Der Duft von frischen Kräutern und regionalen Köstlichkeiten erfüllt die Luft und lädt zum Verweilen ein. Hier, wo Tradition und Genuss aufeinandertreffen, erleben Gäste die wahre Essenz der Gastfreundschaft.
©© Donau Niederösterreich/Pamela Schmatz

 Wer zu mir kommt, will die Überraschung.

Maria Harm, Gastgeberin im Gartl am Tisch

Normalerweise ist Maria Harms Platz in der Küche – hier macht sie Pesto, bäckt Flammkuchen oder mischt feine Salatkompositionen ab. Alles für ihre Überraschungsmenüs, die Gäste auf Bestellung genießen können. „Wer zu mir kommt, will die Überraschung“, lacht die Gastgeberin. Denn was konkret am Teller landet, entscheidet sie oft erst in letzter Minute. Je nachdem, was ihr großer Gemüsegarten gerade hergibt – der befindet sich gleich unter dem Gastraum. So genießen Melanzani, Kohlrabi und die Gäste quasi denselben spektakulären Ausblick in Krustetten. Die volle Weite des Kremstals bekommt man hier zur Überraschung am Teller mitserviert: Stift Göttweig strahlt vom nächsten Hügel. Die Donau und die Stadt Krems glitzern in der Ferne um die Wette. Im Sommer sitzt man am besten unter dem riesigen Baum im Garten.

Und die Weine? Macht der Ehemann.

Wer möchte, bucht zum Überraschungsmenü die passenden Weinbegleitung. Die Weißweine kommen dabei von Andreas Harm, dem Ehemann der Gastgeberin. Gemeinsam bewirtschaften sie Rieden in Krems, Stein und Krustetten – viele Weinstöcke sind mehr als 80 Jahre alt. Noch älter nur der Weinkeller in Stein, in dem sie spontan vergären und lagern dürfen. So entstehen sehr eigenständige, Demeter-zertifizerte Weine, die jedes Jahr anders sind. Im Gartl am Tisch kann man sie glasweise genießen – und als Begleitung durchs gesamte Menü. Das gibt es übrigens in drei bis sechs Gängen.

Weinflaschen vom Weingut Harm in Krustetten, im Vordergrund ein Sauvignon Blanc.
©© Pamela Schmatz

Wussten Sie?

In & rundum Krustetten.

Wer ein Essen bei Maria Harm mit einem Spaziergang verbinden möchte, geht zur Weinberg-Schnecke in Krustetten – schöne Aussicht inklusive. Wem eine längere Tour vorschwebt, der macht sich auf den Weg nach Hollenburg zum Wetterkreuz. Das dauert rund eine Stunde pro Richtung. Und wer lieber in Gesellschaft wandert, dem empfiehlt Maria Harm Geri’s Wein-Wandern. Das sind geführte Touren in Oberfucha samt Weinproben und Wachauer Laberl. Falls das Gartl am Tisch gerade Ruhetag hat, dann ist auch der Heuriger von David Harm ein guter Tipp!