Der gesamte Donauradweg führt von der Quelle der Donau in Deutschland bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer: 1.200 km insgesamt – davon 380 km in Österreich und wiederum davon 260 km in Niederösterreich. Aber es kommt nicht auf die Länge an! Diese Kilometer haben es in sich. Nicht vom eigentlichen Weg her. Der ist genauso einfach zu befahren wie der Rest: flach bis leicht hügelig, immer der Donau nach. Und trotzdem braucht man für diese Strecke eventuell ein bisschen länger.
Die meisten befahren den Donauradweg in Fließrichtung der Donau. Fast unmerklich aber doch, geht es in diese Richtung immer ein wenig bergab. Und außerdem begleitet einen wegen der West-Ost-Tallage meist ein angenehmer Rückenwind. Der Weg an sich ist schon ein Highlight, es gibt aber noch so viele mehr zu entdecken – mit maximal fünf Kilometern Umweg.
Sie schlängelt sich gemächlich durchs Hügelland, links und rechts unzählige Birnbäume, malerische Dörfer und prächtige Vierkant-Bauernhöfe. Ganz zu schweigen von den Wirtshäusern und Heurigen, die – wie sollte es anders sein – zum typischen Mostviertler Schofkas oder Bauernkrapfen den besten Most servieren.
Tipps zu Ausflugszielen:
Wenn man schon mal in der Gegend ist, kann man das Renaissanceschloss Schallaburg samt wunderschönem Garten erkunden oder das Haubiversum, wo sich alles ums Brot dreht.
Jetzt wird es geheimnisvoll, denn hier wurde eine Flaschenpost samt Schatzkarte an Land gespült. Mit 30 geheimen Schätzen zum Thema Natur, Kulinarik oder Kultur. Immer nach den Flaschenpost-Symbolen Ausschau halten!
Ausflugs-Tipp: Schloss Artstetten wird von den Nachfahren Erzherzog Franz Ferdinand bewohnt. Normalsterbliche sind zu Führungen und Veranstaltungen willkommen.
Eines der beiden UNESCO Welterbe am Donauradweg in Niederösterreich. Warum das so ist, sieht man auf den ersten Blick und muss man nicht weiter erklären.
Noch mehr Gründe, warum man sich in dieser Gegend mehr Zeit nehmen sollte: Burgruine Aggstein, Karikaturmuseum Krems, Kunsthalle Krems, Landesgalerie Niederösterreich, Stift Dürnstein, Stift Melk, Winzer Krems Sandgrube 13 und noch viele mehr.
Drei verschiedene Bereiche rund um die historische Stadt Krems an der Donau bieten unterschiedliche Weine und Kulissen. Der Weitwanderweg Kremstal mit seinen Radwegen verbindet sie alle. Hier ist die tiefe Verwurzelung der Weinkultur allgegenwärtig. Aber: Don´t drink and ride! Lieber erst danach ein Achterl gönnen.
Top-Ausflugsziel: Das Benediktinerstift Göttweig thront hoch über der Wachau. Darum bietet die Panoramaterrasse auch einen der schönsten Ausblicke.
Das Kamptal hat nicht umsonst einen Ruf als erstklassiges Weinbaugebiet. Zentrum ist die Stadt Langenlois, die mit dem Loisium auch ein zeitgenössisches architektonisches Highlight bietet. Schließlich wächst der Wein auf den Böden aus Urgestein, Lehm und Löss besonders gut.
Die LOISIUM WeinWelt & Vinothek huldigt dem Rebensaft ausgiebig während in den Kittenberger Erlebnisgärten die gesamte Pflanzenvielfalt regiert.
Schon wieder der Wein! Mit knapp 815 ha ist es allerdings das kleinste Weinbaugebiet Niederösterreichs – und das jüngste, obwohl hier bereits in der Bronzezeit Wein angebaut wurde.
Warum das kein Widerspruch ist, erfährt man zum Beispiel bei einer geführten Weinwanderung. Dafür muss man das Rad allerdings stehen lassen.
Einmal noch der Wein! Südlich der Donau die Weinbau- und Heurigenorte des Tullnerfeldes und ganz im Osten die traditionsreiche Weinstadt Klosterneuburg. Zwei sehr unterschiedliche Zonen, die dem entsprechend unterschiedliche Weine hervorbringen. Ein Vergleich bietet sich an.
Der Alchemistenpark in Kirchberg am Wagram ist ein guter Ausgangspunkt oder ein spannendes Ziel einer Runde. Hier erlebt man die Kirchberger Obstvielfalt auf geballtem Raum – Kakis, Blauschotensträucher, Maibeeren, chinesische Datteln, rotfleischige Pfirsiche und so weiter.
Weite Aussichten, eine frische Kultur & Theaterszene und das Thema Garten kennzeichnen die Region. Die Garten Tulln ist nicht umsonst eines der bekanntesten und beliebtesten Ausflugsziele in Niederösterreich – mit ihren 70 ökologischen Schaugärten, ganz ohne Chemie. Außerdem ein 30 m hoher Baumwipfelweg und Niederösterreichs größter Naturspielplatz. Dafür steigt man gern mal vom Sattel.
Wie wäre es wieder einmal mit ein wenig Kultur? Das Stift Klosterneuburg ist nicht nur von der Größe her eindrucksvoll, sondern auch reich an Geschichte und Geschichten, die man bei den regelmäßigen Führungen erfährt.
Eine Region, die sich genussvoller Gelassenheit verschrieben hat. Besonders zu spüren in den malerischen Kellergassen, aber auch überall sonst. Es bietet sich an, den Donauradweg kurz oder auch länger zu verlassen, um ein wenig durch die hügelige Weinlandschaft zu cruisen.
Stopp-Tipp: In längst vergangene Zeiten eintauchen kann man in der Fossilienwelt.
Statt auf zwei Rädern auf zwei Beinen: Ein gut beschildertes Wegenetz führt durch den Nationalpark Donauauen oder man bucht eine der geführten Exkursionen und erfährt allerhand Wissenswertes drumherum. Oder aber man erkundet die hier noch frei fließende Donau per (Schlauch-)boot.
Kultur, historische Baujuwele und eine einzigartige Naturlandschaft - das Marchfeld lädt ein barocke Lebensart und meisterhafte Gartenkunst als Ausdruck kultureller Beständigkeit zu entdecken.
schlossORTH mit dem Nationalpark-Zentrum und jede Menge andere Schlösser – Schloss Hof, Schloss Niederweiden, Schloss Eckartsau, …
Eine Zeitreise! In Carnuntum wurde ein Teil eines römischen Stadtviertels am Originalstandort rekonstruiert und die römischen Häuser vollständig und funktionstüchtig wiederaufgebaut – inklusive Amphitheater. Das Heidentor ist zum Teil noch im Original halten. Im Museum Carnuntinum werden ebenfalls Originalfunde gezeigt.
Das zweite UNESCO-Welterbe entlang des Donauradweges in Niederösterreich. – einst die Flussgrenze des Römischen Reiches. Bauliche Zeugen von damals kann man hier im Vorbeiradeln auch heute noch sehen – wie Kastelle und Wachtürme.
Wer eine ausgedehntere Radtour durch Niederösterreich machen möchte, der zweigt vom Donauradweg auf eine der 13 Donaurunden ab. Einfach dem jeweiligen Wegweiser folgen –für gemütliche 20 Kilometer bis zu sportlichen 112 Kilometern mehr!