Aus den Tiefen zu lichten Höhen
Ein langer Kilometer, eng und idyllisch zwischen bis zu 12 Meter hohen Lösswänden: Damit ist der Zellergraben bei Furth-Göttweig einer der imposantesten Hohlwege der Region. Neben besonderen Pflanzen gedeihen hier seltene Insekten wie Wildbienen oder das Weinhähnchen, eine Grillenart. Der gelbliche und sehr feinkörnige Löss hat sich übrigens aus Sand gebildet, den der Wind von riesigen Schotterterrassen der Donau an den Abhängen angeweht hat.
Unübersehbar zur mächtigen Kulisse erhebt sich 200 Meter über dem Zellergraben das Stift Göttweig. Von den mittelalterlichen Bauten des 1083 gegründeten Klosters haben nur Reste überdauert. Nach einer verheerenden Brandkatastrophe im Jahr 1718 lieferte der kaiserliche Hofarchitekt Lucas von Hildebrandt höchstselbst die Pläne zum prachtvollen barocken Neubau.
Hätten Sie das gedacht?
Die Kaiserstiege im Kaisertrakt des Stiftes zählt zu den schönsten und größten barocken Treppenhäusern Europas. Die Pläne für die gesamte Stiftsanlage müssen monumental gewesen sein: Denn nur zwei Drittel davon wurden letztlich umgesetzt!