Im Schlaraffenland für Kultur
Reich verzierte Portale, Erker und architektonische Schätze wie der Göttweigerhof oder die Minoritenkirche: Der historische Wohlstand in der einstigen Hafenstadt Stein erstaunt noch heute. Mit dem „Kremser Schmidt“ – bürgerlich Martin Johann Schmidt – hat einer der bedeutendsten Maler des Spätbarocks hier zeitlebens seine Anregungen gefunden.
Anregungen, die er heute wohl auf der benachbarten „Kunstmeile Krems“ suchen würde: Auf 1,6 Kilometern entfaltet sich hier ein kulturelles Schlaraffenland mit Museen, Galerien, Kunst- und Musikfestivals.
Der Museumsplatz bietet mit der Landesgalerie Niederösterreich, der Kunsthalle Krems und dem Karikaturmuseum Krems Kunstgenuss für alle Altersgruppen und jeden Geschmack. Mit ihrer außergewöhnlichen Architektur sticht die Landesgalerie Niederösterreich besonders hervor. Sie ist Bühne für die Bestände der Landessammlungen Niederösterreich, kuratiert sie entlang der Fragen der Zeit. Dass die Kultur hier wortwörtlich einen „tiefen Boden“ hat, offenbarte sich übrigens beim Bau der Landesgalerie: Sie erhebt sich über den Resten einer mittelalterlichen Uferbefestigung, deren Relikte die Archäolog:innen in sechs Metern Tiefe sicherten.
Hätten Sie das gedacht?
Der „Nabel“ des Welterbes Wachau findet sich an der Schiffsanlegestelle Krems: Dort bildet das „Welterbezentrum“ einen Eingang in die Wachau mit einem Besucherzentrum und künstlerisch gestalteten „Infobahnen“. Eine Empfehlung!