Welterbe-Spot Burgkircherl Gossam

Luftaufnahme einer alten Burgruine im Wald mit einem spitzen Turm.
©Markus Haslinger

Öffnungszeiten

Frei zugänglich!

Beschreibung

Von Traufkindern und Wundertaufen

Von der einstigen Burg Gossam mit ihren Anfängen im 11. Jahrhundert sind nur noch Reste erhalten. Einiges wurde bis 1994 instandgesetzt. Deutlich besser ist die Burgkapelle erhalten. Im Spätmittelalter während des 14. Jahrhunderts – da war die Burg bereits im Verfall – erlangte sie als Wallfahrtsstätte zu Ehren des Heiligen Pankraz einige Bedeutung.

Mit der Reformation schwächte sich die Wallfahrt ab. Immerhin wurden noch bis 1780 Gottesdienste abgehalten. Aus dieser Zeit stammen auch die rund 30 Gräber von tot geborenen oder früh verstorbenen „Traufkindern“: Nach katholischer Lehre hätte sie nicht das Himmelreich, sondern die „Vorhölle“ erwartet. Um sie vor dem Einfluss des Teufels zu bewahren, wurden die Kinder bei der Kirche bestattet: Regnete es einmal während einer Taufe, galt auch das Regenwasser als gesegnet – und jedes Kind somit als getauft.

Hätten Sie das gedacht?

Auch „Wundertaufen“ waren vor allem im 16. Jahrhundert verbreitet: Dabei nahmen die Eltern das verstorbene Kind mit auf eine Wallfahrt. Rituell wurde das Kind dann kurz „von den Toten erweckt“ und getauft.

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