Welterbe-Spot Spitz

Robert Russ, Blick auf die Ruine Hinterhaus bei Spitz, um 1917
©Landessammlungen NÖ

Ein offenes Buch über die Jahrtausende

Ihre Schönheiten packt die Wachau meist ja auf wenig Platz – zwischen der Donau und ihren steilen, oft felsigen Uferhängen. Bei Spitz jedoch weitet sich die Uferzone. Hier atmet die Wachau einmal tief durch. So wie die Menschen, die hier schon vor rund 40.000 Jahren gesiedelt haben. Sogar der älteste Skelettfund eines Menschen auf österreichischem Boden wurde hier gefunden. Er wird einem etwa 8-jährigen Kind zugeordnet.

Für die spätere Urgeschichte ist der Spitzer Boden so etwas wie ein offenes Geschichtsbuch. Die Bronzezeit rückt ein kleines Gräberfeld auch nach mittlerweile rund 4.000 Jahren plötzlich ganz nahe: Mit keramischen Henkeltöpfen und Schüsseln als Grabbeigaben. Mit Nadeln und Beschlägen, die es sogar erlauben, die damalige Tracht zur rekonstruieren.

Um wieder fest in der Gegenwart anzukommen, empfiehlt sich die Einkehr im Alten Schiffsmeisterhaus. Wiewohl auch hier die Spitzer Geschichte mit am Tisch sitzt: Seit 1680 wird das Haus als Gastwirtschaft geführt!

Hätten Sie das gedacht?

Das Alte Schiffsmeisterhaus gibt schon einen Hinweis darauf: Die Flößerei spielte in Spitz eine wichtige Rolle. Hier wurde Bau- und Brennholz aus dem Waldviertel nach Wien umgeschlagen. 1953 legte das letzte Floß ab, nachdem mit den Flusskraftwerken die Flößerei unrentabel geworden war.

Welterbe-Spot Spitz Ortszentrum

3620 Spitz

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