Zwischen Schloss und Kloster
Die erste Reihe im Donaupanorama bei Melk nimmt das Schloss Schönbühel ein: Kühn auf einem Felsen errichtet, bis heute bewohnt nach einer umfassenden Renovierung vor bereits 200 Jahren.
Kulturhistorisch ebenso interessant ist das Kloster Schönbühel, gerade 500 Meter flussabwärts. Noch bis 1980 war hier der Servitenorden zuhause. Wegen fehlenden personellen Nachwuchses musste das Kloster damals geschlossen werden.
Gegründet von einer frommen Adelsfamilie im 16. Jahrhundert, erlebte das Kloster eine Blüte als Wallfahrtsort zur Heiligen Rosalia, der Schutzheiligen gegen die Pest. Über den Treppenweg von der Donau sind früher die Schiffsleute herauf zur Kirche gestiegen. Bemerkenswert ist vor allem die Peregrinuskapelle mit Fresken des bekannten Barockmalers Johann Bergl.
Hätten Sie das gedacht?
Den historischen Kern einiger Ortschaften am rechten Wachau-Ufer bilden spätrömische „Burgi“. Das waren Wachtürme entlang des Limes, der militärischen Donaugrenze. Für die unsicheren Zeiten ab der Mitte des 4. Jahrhunderts lassen sich fünf Burgi zwischen Aggsbach und Mautern datieren.