Ein Ort der Geschichte(n)
Historisch gibt sich Rossatz nicht nur mit seinem Renaissance-Schloss am Hauptplatz, wo die aufgemalte Sonnenuhr im Innenhof mit dem Jahr 1600 datiert ist. Im Gemeindeamt mit rund 500 Jahre altem Kern ging es ursprünglich weniger amtlich zu: Es diente als Zechhaus, eine schwarze Küche und kreuzgratgewölbte Räume sind bis heute erhalten. Der Baukern des Jörgerhofs (Hausnummer 26) ist ebenso alt. Das Haus Nummer 7, dessen Ursprünge in die Neuzeit zurückweisen (16./17. Jhdt.) war einst eine herrschaftliche Taverne. Eine ebenso lange Historie weisen das ehemalige Marktrichterhaus (Nr. 54) und das ehemalige Schiffsmeisterhaus (Nr. 63) auf.
Immerhin galt Rossatz schon seit dem frühen Mittelalter als ein Zentrum des Weinbaus, später auch als Stützpunkt der Donauschifffahrt. Heute trägt die Marktgemeinde eine Auszeichnung mehr: als größte Marillen-Anbaugemeinde Österreichs!
Hätten Sie das gedacht?
Mit seiner günstigen Lage auf einer Uferterrasse der Dürnsteiner Donauschlinge war Rossatz schon von den Kelten und Römern besiedelt. Die „sieben Gräber“, eine Reihe aus 18 Hügelgräbern aus dem 1. und 2. Jhdt. n. Chr., legen davon Zeugnis ab.