Eine Wiege der Kultur
Kaum größer als eine Marktgemeinde, hat Melk den Titel einer Stadt durchaus verdient: als eine „Hauptstadt des Barock“. Das weltberühmte Stift, errichtet vor über 200 Jahren von Jakob Prandtauer und im Rang eines UNESCO-Welterbes, ragt weithin sichtbar über dem Zentrum. Benediktiner bewohnen und bewirtschaften das Stift und führen das renommierte Stiftsgymnasium. Die Stiftskirche gilt als Meisterwerk des Hochbarock. Zum Spazieren und Entspannen wiederum lädt der Stiftspark ein, ganz nach dem Ideal des Englischen Landschaftsgartens gestaltet.
Auch rund um den Stiftsberg hat sich in Melk eine rege kulturelle Szene etabliert: von den jährlich stattfindenden internationalen Barocktagen rund um Pfingsten bis zu den Sommerspielen Melk. Vom herbstlichen Kulturfestival „Wachau in Echtzeit“ bis zum ganzjährigen Kleinkunstprogramm in der Kulturwerkstatt „Tischlerei“.
Hätten Sie das gedacht?
Als Siedlungsplatz ist Melk älter als das legendäre Karthago. Bereits vor über 6.000 Jahren – in der mittleren Jungsteinzeit – siedelten Menschen auf dem Plateau, wo die Pielach in die Donau mündet. Die Römer wiederum errichteten in Melk einen „Burgus“ zur Befestigung des Donaulimes.