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Ein „Kraftort“ ist die Donau an dieser Stelle schon einmal ganz wörtlich wegen des Kraftwerks: Seit 1982 produziert es laufend so viel Strom, dass man damit durchschnittlich 500 Haushalte versorgen könnte. Die Donau ist dafür auf einer Länge von 22,5 Kilometern aufgestaut. Transportiert wird die Energie übrigens nicht über Freileitungen, sondern über Erdkabel: So bleibt das Landschaftsbild weitgehend unbeeinträchtigt. Im Altarm der Donau fühlen sich Wasservögel wohl, für die hier ein Rückzugsort angelegt wurde.
Wer den Blick schweifen lässt, landet bei Kraftorten ganz anderer Art: Am linken Donauufer die Ruine Weitenegg. Die um 1100 erstmals erwähnte Anlage wurde 1870 zu großen Teilen abgetragen, um Material für eine Ultramarinfabrik zu gewinnen. Donauabwärts schließlich thront unübersehbar Stift Melk: Seinen Stellenwert als ein spirituelles und kulturelles Zentrum in Österreich hat es bis heute bewahrt.
Hätten Sie das gedacht?
Die Wachau gehört zu den am stärksten von Hochwassern betroffenen Regionen Österreichs. Bei der Jahrhundertflut 2002 stand die halbe Altstadt von Melk unter Wasser. Schutzmauern in Verbindung mit Pumpwerken dienen heute der Abwehr dieser Gefahr.