„Maria, Heil der Kranken“
Fast möchte man sich die Augen reiben: So unerwartet tut sich in der Abgelegenheit des Dunkelsteinerwalds der stattliche Klosterbau von Maria Langegg auf. Die Gründungssage reicht über 400 Jahre zurück: Die Tochter des fürsterzbischöflichen Güterinspekteurs war erblindet. Als sie ihr Augenlicht wiedergewann, ließ ihr Vater eine Kapelle errichten. 1645 übernahm der Servitenorden das Kirchengut und erweiterte es über gut hundert Jahre – bis 1773 – zur barocken Klosteranlage in der heutigen Form.
Als „Maria, Heil der Kranken“ wurde Maria Langegg zu einer der bedeutendsten Festwallfahrten des Landes. Allein für das Jahr 1783 sind 381 Wunderheilungen vermerkt.
Hätten Sie das gedacht?
Die rund 5-stündige Wegstrecke von Maria Langegg über Schloss Wolfstein zum Stift Melk gilt als besonders schöne Jakobsweg-Etappe. Wobei es DEN Jakobsweg nicht gibt, vielmehr ein Netz an so benannten Wegen über ganz Europa. Gemeinsam ist ihnen das Ziel: das vermutete Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela, im äußersten Nordwesten Spaniens.