Der Wachau ins Herz blicken
Fast möchte einem der Atem stocken. So jäh wie das Gelände an der Dürnsteiner Kanzel abbricht. So ungehindert wie der Blick 300 Meter in die Tiefe über das Herzstück der Wachau schweift: Noch eindrucksvoller als der Dürnsteiner Stiftsturm – ganz unten links! – ist von hier die Dürnsteiner Donauschlinge zu überblicken. Und drüben am südlichen Donauufer – nächst dem Weinort Rossatz – zeichnet sich die üppige Auen-Vegetation der Pritzenau ab.
Das Schutzgebiet Pritzenau ist eine wahre Schatzkiste der Biodiversität am Fluss. Alte Nebenarme der Donau wurden hier renaturiert. Das Gebiet ist Heimat seltener Spezies wie Huchen, Donaunase oder Eisvogel.
Hätten Sie das gedacht?
Noch in den 1970er-Jahren gab es Pläne für eine „Staustufe Dürnstein“. Erst Proteste der Bevölkerung haben verhindert, dass die Wachau bis hinauf nach Spitz in einem Stausee versunken ist. Heute ist sie neben dem Nationalpark Donau-Auen der letzte Flussabschnitt in Österreich, in dem die Donau frei fließt.