Ein Augen-Blick von Dürnstein bis Krems
So steil ragen hier die felsigen Hänge auf, dass die Ferdinandwarte nur „von oben“ aus dem Dunkelsteinerwald erreichbar ist. Der kurze Abstecher lohnt sich allemal. Die Aussicht vom Felsen ist so eindrucksvoll, dass der Österreichische Touristenklub hier bereits 1890 ein „Platzerl“ angelegt hat. Von Dürnstein bis nach Krems und Mautern tut sich in rund 200 Metern Tiefe der gesamte Ost-Abschnitt der Wachau dem Auge auf.
Heute sehen wir in der Donau einen Strom, der vieles in Europa verbindet. Einst aber war sie vor allem eine mächtige Grenze: der „Limes“ zwischen dem Römischen Imperium als einem der mächtigsten Herrschaftsräume der Weltgeschichte und den Völkern des Nordens.
Hätten Sie das gedacht?
Für die Römer war die enge und zerklüftete Landschaft der Wachau ein echtes Problem bei der Sicherung des „Limes“, der Bau von Straßen schwierig. Wachtürme, deren Reste bis heute überdauert haben, säumten die Donau. Erst in Mautern fand die römische Verwaltung ausreichend Platz, um dort ein Kastell zu errichten.