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Weinbaugebiete

Zweitausend Jahre Weinkultur – und kein bisschen alt

Uralte Weinkultur und hochmoderne Weingüter. Ehrwürdige Bräuche und elegante Weinevents. Die feinsten Weißweine der Welt und die bodenständige Gemütlichkeit der Heurigen. Die Weinbaugebiete entlang der Donau in Niederösterreich führen durch ein einzigartiges Weinland voller Gegensätze und Erlebnisse.
Der Weinbau hat entlang des Donautals eine zweitausendjährige (Kultur-) Geschichte. Zwar geht man davon aus, dass bereits die Kelten und Illyrer Wein aus Wildreben gekeltert haben, der systematische Weinbau begann jedoch zur Zeit der römischen Besetzung.
Im Mittelalter erreichte der Weinbau eine Hochblüte, weite Teile des heutigen Wien waren mit Rebstöcken bepflanzt und die Zisterzienser „exportierten“ ihr bereits sehr detailliertes Weinwissen bis in den Donauraum – eine Entwicklung, die bis heute sicht- und schmeckbare Spuren hinterlassen hat.

Weinbaugebiete Wachau und Kremstal

Vinea Wachau

Die Vinea Wachau (Vinea Wachau Nobilis Districtus) wurde im Jahr 1983 als Vereinigung von Wachauer Winzern gegründet. Die Winzerinnen und Winzer der Vinea Wachau betrachten den Weinbau als echtes Handwerk, das auf Tradition, Präzision und Respekt vor der Natur basiert. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Herkunft und den Jahrgang möglichst unverfälscht wiederzugeben – ein Anspruch, der in den drei Marken Steinfeder, Federspiel und Smaragd verankert ist.

Der Charakter der Weine wird durch Lage, Boden, Witterung und die sorgfältige Arbeit der Winzer geprägt. Dabei ist die Handlese für alle Mitglieder verpflichtend und Ausdruck ihrer Philosophie der Qualität vor Quantität. Der Qualitätscodex der Vinea Wachau steht für naturbelassene Weinproduktion, gesicherte Herkunft und strikte Selbstkontrolle. Darüber hinaus verpflichtet sich jeder Betrieb, auf Anreicherung, Aromatisierung und andere technische Eingriffe zu verzichten – damit jeder Wein authentisch den typischen Wachauer Stil widerspiegelt.

Junger Herr in dunklem Pullover vor einem beigen Hintergrund
©Pamela Schmatz

Großer Wein ist keine Frage des Alkohols.

Simon Gattinger, Unterloiben

Simon Gattinger und seine Partnerin Marlies Auer nehmen sich gerne Zeit für eine Verkostung – die vereinbart man einfach vorab. „Großer Wein ist keine Frage des Alkohols“, sagt Simon Gattinger. Für ihn geht es um Herkunft und die vielen Details, die seine Weinrieden auszeichnen: Burgstall, Höhereck, Kreutles, Klostersatz, Loibenberg, Mühlpoint – der junge Winzer will die feinen Unterschiede erlebbar machen.