Parastou Forouhar

Written Room

  • Landesgalerie Niederösterreich, 3500 Krems an der DonauLandesgalerie Niederösterreich, 3500 Krems an der Donau

Termine

  • Samstag, 23.05.202610:00-17:00 Uhr
  • Sonntag, 24.05.202610:00-17:00 Uhr
  • Dienstag, 26.05.202610:00-17:00 Uhr
  • Mittwoch, 27.05.202610:00-17:00 Uhr
  • Donnerstag, 28.05.202610:00-17:00 Uhr
  • Freitag, 29.05.202610:00-17:00 Uhr
  • Samstag, 30.05.202610:00-17:00 Uhr

Eintritt

14

Ermäßigung mit dem NÖ Familienpass
Einmalig freier Eintritt mit der Niederösterreich-CARD

Beschreibung

Ein Raum, in dem die Wände und der Boden von Schriftzeichen bedeckt sind – Linien, Bögen, Kurven, die wie ein Tanz über die Oberfläche fließen. Mit „Written Room“ erschafft Parastou Forouhar (*1962) eine Installation, die durch ihre präzise Handarbeit eine unverwechselbare Atmosphäre entstehen lässt.

WRITTEN ROOM ERSTMALS IN ÖSTERREICH
Parastou Forouhar gehört zu den prominentesten Stimmen der iranischen Gegenwartskunst. In ihren Werken verbindet sie ihre persönlichen Erfahrungen als Exilantin mit einer künstlerischen Ausdrucksweise, die über geografische und kulturelle Grenzen hinausreicht. Ihre Arbeiten sind geprägt von emotionaler Tiefe, politischer Reflexion und ästhetischer Klarheit.

Seit 1995 realisiert die iranisch-deutsche Künstlerin weltweit ihre Rauminstallation „Written Room“ in wechselnden Versionen – nun wird dieses eindrucksvolle Werk erstmals auch in Österreich zu sehen sein. Dabei trägt sie an Wände und Boden eines Ausstellungsraums kalligrafische Zeichen des persischen Alphabets von Hand auf. Die Schrift verliert ihre Funktion als Informationsquelle und wird zu einem Bildraum, der Fragen öffnet und zum Denken einlädt. Die Zeichen stammen oft aus Gedichten, Briefen oder politischen Texten, verlieren jedoch durch Überfülle, rhythmische Wiederholung oder bewusste Unlesbarkeit ihre Funktion als Informationsträger.

WÄNDE VOLLER WORTE, DIE NICHT SPRECHEN
In „Written Room“ spiegelt sich Forouhars eigene Erfahrung wider: Hier werden Schriftzeichen zu einem tiefgründigen Sinnbild für Sprachverlust, Identitätsbrüche und kulturelle Entfremdung. So verwandelt sich das Erdgeschoss der Landesgalerie in ein kraftvolles, raumgreifendes Kunstwerk in Schwarz-Weiß.

Die Installation schafft eine besondere Atmosphäre, in der Fremdheit sichtbar und erfahrbar wird. Die Schrift durchzieht den Raum, erzeugt Offenheit und lädt zur Begegnung ein.

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