Die Sorte liefert leicht violett-rötliche Weine mit kräftigem Tannin. Bei hoher Reife entstehen vollmundige und langlebige Weine mit Sauerkirschenaromen. Hochwertige Weine werden auch im Barrique ausgebaut.
Zwischen Wien und Bratislava findet man einen der Shootingstars von Niederösterreichs Weinbaugebieten: Carnuntum, das heißt viel Geschichte und viele Sonnenstunden. Genau deshalb fühlen sich Rotweinsorten wie Zweigelt und Blaufränkisch hier wohl. Weißweinfans kommen mit Grünem Veltliner, Weißburgunder und Chardonnay aber genauso auf ihre Kosten. Hier sind sie einen Tick runder und gehaltvoller als in den kühleren Weinbaugebieten des Landes.
Der Name sagt es – Carnuntum besitzt Geschichte, die bis in die Römerzeit zurückreicht. Der Blick der Winzerinnen und Winzer ist aber klar in die Zukunft ausgerichtet: Viele haben hier schon auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Und: Es sind besonders viele Winzerinnen, die hier die Top-Betriebe führen und das Thema Wein neu denken.
Wohin in Carnuntum? Zum Beispiel in kleine Weinorte wie Göttlesbrunn, Arbesthal oder Höflein. Zu vielen Familienbetrieben gehört auch ein Buschenschank. Weinempfehlung zur kalten Jause: ein Glas Rubin Carnuntum. Der Name steht für frischen und fruchtigen Zweigelt. Ein Wein, der einfach Spaß macht. Die Auswahl tut das auch: Mehr als 40 Weingüter haben einen Rubin Carnuntum im Portfolio.
Weiter Richtung Osten geht es nach Hainburg an der Donau. Eine kleine, sympathische Stadt, die man auch via Donaubrücke aus dem Norden erreicht. Nur wenige Kilometer sind es von hier aus bis zur Staatsgrenze. Kurz davor befindet sich der Spitzerberg in Prellenkirchen, der östlichste Weinberg Österreichs. Hier weht konstant der Wind. Der Boden aus Kalkstein ist karg. Perfekt für eleganten, zarten Blaufränkisch.
Ein typischer Heuriger ist weit mehr als nur ein Ort, an dem Wein ausgeschenkt wird – er ist Ausdruck gelebter Tradition und regionaler Geselligkeit. In den gemütlichen Stuben, Innenhöfen oder Gärten servieren Winzerinnen und Winzer ihre eigenen Weine, begleitet von regionalen Köstlichkeiten wie Aufstrichen, Käse, Schinken oder warmen Speisen.
Der Heurige ist ein Treffpunkt für Einheimische und Gäste, für Genießer und Wanderer, die die unverfälschte Atmosphäre erleben möchten. Wenn draußen der traditionelle Buschen aus Föhrenzweigen hängt und das Schild „Ausg’steckt is“ prangt, weiß man: Jetzt ist geöffnet – Zeit, einzukehren, zu kosten und zu genießen.