Die Sommersonnenwende 2021 in der Wachau und im Nibelungengau

Die Donau Niederösterreich Tourismus GmbH tritt im Sinne des § 18 des Schifffahrtsgesetzes und der Wasserstraßen- Verkehrsordnung (WVO) als Veranstalter bei den Sonnwendfahrten in der Wachau als auch im Nibelungengau auf und bemüht sich jedes Jahr um eine stimmungsvolle und reibungslose Durchführung dieser touristischen Leitprodukte in unseren beiden Regionen.

Die nächste Sonnwendfahrt zu den Sonnenwendfeuern in der Wachau findet am 19. Juni 2021 und die Sonnwendfahrt zum Feuerzauber im Nibelungengau findet am 26. Juni 2021 statt.

Schifffahrtsunternehmen

Folgende Schifffahrtsunternehmen haben Angebote zur Sonnenwende:

Wachau & Nibelungengau Übersichtskarte

Wir bitten um Geduld

Sonnenwende vom Schiff aus erleben

Wenn Sie auf die gute Idee kommen sollten, die Sonnwendfeiern zum Anlass eines Kurzurlaubs in der Wachau zu nehmen, dann ist die rechtzeitige Reservierung dringend empfehlenswert. Nützen Sie die Möglichkeit, dieses Spektakel vom Schiff aus zu betrachten. Eine umgehende Reservierung ist dazu erforderlich. Die Plätze sind begrenzt und erfahrungsgemäß rasch ausgebucht!

Tipp: Erleben Sie die Sommersonnenwende in der Wachau von einem Motorboot aus und chartern Sie Ihr Boot!
Infos und Buchung:

Nostalgie Tours Wachau, Tel: +43(0)664/2378690, https://schiff-mariandl.at
Martin Weber, Tel: +43(0)664/1813550, www.motorboottaxi-wachau.at
Boat Adventure, Tel: +43(0)2734/32909, www.boat-adventure.at

Bitte beachten Sie: Wenn Sie mit einem kleinen Boot den Schiffskonvoi begleiten, muss dieses unbedingt beleuchtet sein. Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass alle Insaßen Schwimmwesten zu tragen haben!


Geschichte der Sommersonnenwende - Feuer Frei seit 1604

Vor mehr als 400 Jahren wurde das Abbrennen von Sonnwendfeuern in der Donauregion Niederösterreichs erstmals urkundlich registriert. Der Brauch wurde in der Wachau wie kaum anderswo gepflegt und erhalten.

Vom Sonnenkult zum stimmungsvollen Fest

Über die Wurzeln der bis heute in vielen Ländern Europas verbreiteten Sonnwendfeiern gibt es wenig gesicherte Erkenntnisse und zahllose Theorien. Ob es sich - wie von den meisten Forschern angenommen - tatsächlich um die Reste eines archaischen Sonnenkults von Kelten, Slawen und Germanen handelt, ist weder zu beweisen noch zu widerlegen. Fest steht jedenfalls, dass die Kirche im Mittelalter das Abbrennen der rituellen Feuer vehement bekämpfte. Der Brauch hielt sich jedoch recht hartnäckig, weshalb man sich im 13. Jahrhundert auf eine pragmatische Vorgangsweise verlegte. Der 24. Juni wurde zum Festtag von Johannes dem Täufer erklärt und das suspekte Treiben auf diese Weise mit einer christlichen Deutung versehen.

Die ältesten durch Quellen nachgewiesenen Sonnwendfeiern in Niederösterreich fanden 1604 in Rosenburg am Kamp und 1609 in Klosterneuburg statt. Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts sind sie in großer Zahl für fast das ganze Land belegt. Am ausgiebigsten gefeiert wurde in der Wachau und im Nibelungengau. 1754 beendete ein generelles Verbot den Feuerzauber für rund ein Jahrhundert. Als Quelle mehrerer verheerender Brände waren die Sonnwendfeiern der Obrigkeit schon lang ein Dorn im Auge und für die Aufklärer, die zunehmend an Einfluss gewannen, als "unnötiger Aberglaube" auch sonst ein höchst bedenkliches Ärgernis.

Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen die Feiern wieder auf und entwickelten sich allenthalben zu ausgelassenen Volksfesten. Rund um die Feuerplätze wurden Gastgärten aufgestellt, Musikkapellen spielten auf, und Marktstände boten kulinarische "Johannisspezialitäten" an: Met, Krapfen, Lebkuchen und in Teig gebackene Holunderblüten. Auch bei den traditionellen Ritualen ging man durchaus mit der Zeit: Für lodernde Flammen sorgten nun nicht mehr allein brennende Holzstöße und Pechfässer, sondern auch neumodische technische Erfindungen wie Raketen und bengalische Feuer.

Um dieselbe Zeit gelangten die Sonnwendfeiern in der Wachau durch Reiseberichte von Schriftstellern und Journalisten erstmals zu beachtlicher internationaler Bekanntheit. Besonders beeindruckt hat die zeitgenössischen Besucher dabei offenbar vor allem der vieltausendfache Glanz der Lichter, die auf winzigen Booten die Donau hinabgeschickt wurden.Wie sehr sie dabei ins poetische Schwärmen gerieten, kann entweder in den Archiven nachgelesen oder demnächst direkt vor Ort nachempfunden werden. Schön authentisch und authentisch schön.

Termine bis 2022

2021
Wachau, 19. Juni 2021
Nibelungengau, 26. Juni 2021

2022
Wachau, 18. Juni 2022
Nibelungengau, 25. Juni 2022


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