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Kalvarienberg Unterranna

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3622 Mühldorf

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Kalvarienberg Unterranna - Barockes Kleinod und Erinnerung an die Pauliner

Etwas abgelegen liegt im Nordosten von Unterranna an einem steilen Abhang der Kalvarienberg. Im Jahr 1414 stifteten Hans III. von Neudegg, der Herr zu Ranna, und seine Gattin Kunigunde ein Kloster in Unterranna und wandelten die Kirche in eine Klosterkirche zu Ehren Mariens und des Hl. Stefanus um. Sie beriefen aus Ungarn 12 Mönche aus dem Orden des Hl. Paulus Eremita nach Unterranna. 1516 wurden Kirche und Kloster geweiht.

Während der Reformationszeit ging das Kloster ein, 1619 wurde es geplündert. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erlebte das Kloster seine Blütezeit. In dieser Zeit wurde auch der Kalvarienberg (1675-1680) angelegt. 1783 löste Kaiser Joseph II, das Kloster auf. Das Gebäude wurde mit allen anderen Besitztümern zugunsten des Religionsfonds versteigert. Die Kirche blieb bis 1797 Pfarrkirche, dann wurde die Pfarre mit Niederranna vereint. 1829/30 wurden Klostergebäude und Kirche großteils abgetragen. Neben der Kirchenruine blieb die Johannes Nepomuk-Kapelle mit einer Statue des Heiligen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts erhalten.

1985-1993 restaurierte der Verkehrsverein Mühldorf unter Anleitung von Fachleuten die gesamte Anlage. Der Kreuzweg beginnt in Unterranna neben einem Bildstock des Hl. Johannes Nepomuk und führt steil den Berg empor. Rechts und links davon befinden sich die Kreuzwegstationen in Form von offenen halbrunden Bildstöcken. Nach neun solchen Kapellen erreicht man die Kreuzigungskapelle. Sie hat einen elliptischen Grundriss und ist mit einer Kuppel ausgestattet. Im Inneren der Kreuzigungskapelle befinden sich ein Altar mit dem großen Kruzifix (12. Station) und zwei Stationsbilder (10. und 11. Station). Von der Kapelle führt der Weg hinunter zur Grablegungskapelle.