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Römische Genüsse an der Donau Niederösterreich

Historische Plätze, Mauerreste des Limes und die Ess- und Weinkultur der Römer - das Land an der Donau weist viele spannende und genussvolle Spuren aus der Zeit der Römerbesiedelung auf. Besonders lebendig aufbereitet ist römische Geschichte in der Römerstadt Carnuntum.

Römer siedelten in der Zeit von Christi Geburt bis etwa 430 n. Chr. an der Donau. Schon damals war die Donau die wichtigste Verkehrsverbindung in Mitteleuropa. Als die Römer erkannten, dass sie ihr Imperium nicht bis an die Nord- und Ostsee ausdehnen konnten, bauten sie ihre Grenzverteidigung - den sogenannten Limes - an der Donau aus, unterwarfen das keltische Königreich Noricum und machten Österreich zur römischen Provinz. Nach den Militärlagern errichteten sie ganze Städte an der Donau und brachten viele ihrer Fertigkeiten mit. Die Römer waren Experten im Straßen- und Wohnbau, hatten eine hohe Badekultur und waren Wegbereiter der Weinkultur. Spuren und Erbe aus dieser Zeit sind entlang der niederösterreichischen Donauregion an vielen Orten zu erleben.

RÖMISCHE WEINKULTUR

Weinbau gibt es in der Wachau seit den Kelten. Die erste urkundliche Erwähnung fällt unter die Zeit des Hl. Severin und der Römer um 470 n Chr. Die Römer verstanden sich auf die Kunst der Veredelung und förderten die Kultivierung von Rebstöcken am Limes, nachdem das Weinbauverbot des Kaisers Domitian in den nördlichen Provinzen aufgehoben wurde.

Der Nikolaihof Wachau - ältestes Weingut Österreichs
Christine Saahs und Sohn Nikolaus sind stolz auf die fast 2000-jährige Geschichte ihres Anwesens. Ihre Weine - nach den strengen Demeter-Richtlinien hergestellt - erhalten regelmäßig Auszeichnungen. Und noch heute sind im Nikolaihof römische Spuren sichtbar: Im Hofverband befinden sich Überreste der frühchristlichen Agapitus Basilika, in der unter Bischof Pilgrim von Passau 985 n. Chr. eine Synode stattfand. Der frühere Freihof wurde 1075 als zentraler Sitz der Gutsverwaltung des Passauer Stiftes St. Nikola erstmals urkundlich genannt. Die heutige Kapelle ist von den Augustiner Chorherrn des Stiftes errichtet worden. Unter dem restaurierten gotischen Gewölbe der umgewidmeten Kapelle lädt die Familie Saahs gerne zu Empfängen und Weinproben ein. Wer danach nicht mehr fahren will, dem bietet sich das einen kurzen Fußmarsch entfernt gelegene ad vineas Nikolaihof als Unterkunft an.

Weinstraße Carnuntum - Wurzeln des römischen Weinbaus
An die Wurzeln der römischen Weinbaukultur erinnert auch die Römerweinstraße in Carnuntum. Das pannonische Klima im Weinbaugebiet östlich von Wien bringt besonders kraftvolle, üppige Weine hervor. Ein weiterer Grund, die Gegend rund um Göttlesbrunn, Arbesthal und Höflein sowie Prellenkirchen und Berg genauer zu erkunden, ist die besonders reizvolle Landschaft.

RÖMISCHE ESSKULTUR

Die Überlieferung und umfassende Beschreibung römischer Kochkunst ist Apicius, einem Gourmet der ersten Stunde, zu verdanken. Er lebte in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christi und hat in seinen Rezept-Beschreibungen die gesamte Raffinesse und Vielfalt der römischen Küche sowie das Besondere des damaligen römischen Geschmacks hinterlassen. Seine Kochbücher sind die einzigen Dokumente, die Einblick in die - aus heutiger Sicht manchmal sehr eigenwillige - Zubereitung römischer Speisen geben. Fleisch war damals das Hauptnahrungsmittel. Die Speisen wurden stark gewürzt und mit kräftigen Saucen übergossen. Eine davon, quasi die "Gewürzbasis" der Rezepte von Apicius, ist Liquamen, eine vergorene Fischsauce.

Botschafter der römischen Kochkunst

Als "zeitgenössischer" Botschafter und Pionier der römischen Kochkunst gilt Norbert C. Payr, Besitzer des Gasthaus Zum Lustigen Bauern in Zeiselmauer und Top Wirte-Sieger 2004 der niederösterreichischen Wirtshauskultur. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Apicius und dessen Rezepten und kocht seit dem Jahr 2001 an jedem letzten Donnerstag im Monat in seinem Gasthaus römisch auf. Zum römischen Menü werden verschiedene Brotsorten gereicht, die von Norbert C. Payr kreiert und von der Spezialitäten-Bäckerei Steiner in Tulln gebacken werden.

Nach Abschluss des ausgiebigen Mahles, das von Norbert C. Payr nicht nur zubereitet, sondern auch pointiert moderiert wird, führt der Hausherr durch das römische Zeiselmauer (siehe Absatz "Zeiselmauer"). www.zumlustigenbauern.at 

Außergewöhnlicher Schauplatz der genussreichen Veranstaltung "Römische Gaumenfreuden" ist die villa urbana im Archäologischen Park Carnuntum, ein originalgetreu wiedererrichtetes römisches Stadtpalais im Freilichtmuseum Petronell. Zwischen den einzelnen Gängen des Festmahls, die von begleitenden Kommentaren umrahmt werden, können die Gäste bei der Zubereitung der Speisen in der römischen Küche des Hauses zusehen. Zur fünfgängigen Speisenabfolge werden römische Weinkreationen und Spitzenweine aus der Weinbauregion Carnuntum gereicht. Termine: 27.5., 3. & 10.6. und 27.08.2016. www.carnuntum.at 

RÖMISCHE IMPRESSIONEN

Mautern - die ehemalige Siedlung Favianis
Etwa 100 v. Chr. gründeten die Römer an der Donau die Siedlung Favianis, an deren Stelle später das heutige Mautern entstand. Am rechten Donauufer am Eingang der Wachau gelegen sind die archäologisch und kunsthistorisch bedeutsamen Reste dieser antiken Zivilisation im Römermuseum der Stadt umfassend dokumentiert. Weitere Relikte aus der Römerzeit sind hier der Römerturm und die Römerstraße in Mauternbach.

Traismauer - das römische Alenlager Augustianis
Zu den ältesten Bauwerken Österreichs zählen auch das Römertor und die Wehrtürme in Traismauer. Im Hof des Schlosses Traismauer ist das Mauerwerk des ehemaligen Limes-Castells aus dem 4. /5. Jhdt. bestens erhalten. Auf dem neuen Kulturleitsystem in Traismauer informieren an insgesamt fünf Orten sprechende Römer über die Sehenswürdigkeiten, wie Schloss Traismauer, das ehemalige römische Reiterkastell "Augustianis" oder den Hufeisenturm.

Tulln - das einstige Römerlager Comagenis
Auch die heutige Blumenstadt birgt mit ihrem Römerturm ein eindrucksvolles Relikt aus der Römerzeit. Der hufeisenförmig hervorspringende Flankenturm des ehemaligen Römerlagers "Comagenis" diente zur Sicherung der westlichen Lagermauer. Das Römermuseum zeigt mit vielen Originalfunden, Bildern, Figurinen, Dioramen und Modellen das militärische und zivile Leben des Kastells Comagenis im Verlauf von 400 Jahren.

Zeiselmauer - das ehemalige Cannabiaca

Das Leben im einstigen römischen Hilfstruppenkastell Cannabiaca ist noch an den beleuchteten 8 Meter hohen Römermauern, dem Schüttkasten und der Krypta der Kirche zu erahnen. Cannabiaca war das östlichste Kohortenkastell und präsentiert, neben Carnuntum, die besterhaltensten Ausgrabungen in Niederösterreich.

RÖMISCHE FESTE UND GLADIATORENKÄMPFE

Carnuntum - Roms Donaumetropole
Im Gebiet des heutigen Ortes Petronell wurde um 15 n. Chr. das römische Legionslager Carnuntum angelegt, das sich bald zu einer blühenden Stadt mit rund 50.000 Einwohnern entwickelte. Carnuntum war in den ersten vier Jahrhunderten nach dem Beginn unserer Zeitrechnung die Hauptstadt des mit Rom verbündeten Königreiches Noricum und später die Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien. Mit einem Donauhafen, einer fortschrittlichen Badekultur mit öffentlichen Thermenanlagen und einem Amphitheater für 13.000 Besucher galt die Stadt als mondäner Treffpunkt der "jungen Römer" und auch vier römische Kaiser residierten hier gelegentlich. Das Wahrzeichen Carnuntums ist das Heidentor, Österreichs bekanntestes römisches Baudenkmal. Es gilt als gesichert, dass es weder ein Tor noch heidnisch war, sondern als Monument für Kaiser Constantinus II 354 - 361 n. Chr. errichtet wurde.

Rom lebt
Heute gibt die Römerstadt Carnuntum, eines der Top-Ausflugsziele Niederösterreichs, eindrucksvolles Zeugnis über das einst reiche und blühende Handels- und Handwerkszentrum an der Kreuzung der Bernstein-Handelsstraße vom Norden nach Süden und dem natürlichen West-Ost-Verkehrsweg der Donau. Mit dem Römischen Stadtviertel wurde weltweit einmalig ein römisches Stadtviertel im historischen Kontext am Originalstandort und in antiker Bautechnik rekonstruiert: ein Bürgerhaus (das Haus des Tuchhändlers Lucius Maticeius Clemens), eine prächtige Stadtvilla (villa urbana) und eine öffentliche Thermenanlage. Dadurch wird ein einmaliges Zeitfenster in das 4. Jahrhundert n.Chr. eröffnet. Ganz in der Nähe liegen die Amphitheater Zivilstadt in Petronell und das Amphitheater Militärstadt in Bad Deutsch Altenburg. Die Ausgrabungen in Petronell-Carnuntum gelten als größte römische Ausgrabungen Österreichs. Im "Schatzhaus" Carnuntums, dem Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg, ist bis 2016 die Ausstellung "A.D. 313 - Von Carnuntum zum Christentum" zu sehen.

Entdeckung der Gladiatorenschule
Im August 2011 machte ein internationales Team vom Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie durch den Einsatz modernster Bodenradargeräte eine sensationelle Entdeckung. In wenigen Stunden Messeinsatz konnten die Reste einer in ihrer Vollständigkeit und Größe international einzigartigen Gladiatorenschule entdeckt werden. Als virtuelle Animation ist der Fund im Besucherzentrum Petronell zu sehen, durch die Einbindung in das maßstabsgetreue Gesamtmodell von Carnuntum wird der historische Zusammenhang mit der Stadt begreifbar, und durch geführte Touren wird die Gladiatorenschule für die Besucher auch am Gelände erlebbar. www.carnuntum.at 

Europäischer Kulturerbe-Siegel
Carnuntum erhielt im April 2014 von der Europäischen Kommission das erste Europäische Kulturerbe-Siegel, welches die historische und kulturelle Bedeutung Carnuntums unterstreicht. Mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel werden historische Stätten, Kulturstätten und Stätten, die für die europäische Integration von Bedeutung sind, ausgezeichnet.

Römerfeste
2016 nimmt die Römerstadt Carnuntum ihr 20-Jahr-Jubiläum zum Anlass, erstmalig ein opulentes Römerfestival an allen drei Standorten zu zelebrieren. Living History vom Feinsten wird von 28. Mai bis 12. Juni an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden mit römischen Legionären, Gladiatoren, experimentellem Handwerk, Lager- und Zivilleben, römischen Delikatessen, einem kurzweiligen Kinderprogramm und kriegerischen Barbarenstämmen geboten. Top-Highlight ist eine aufwändig inszenierte Bühnenshow im rekonstruierten römischen Stadtviertel, in der die aufregende Geschichte Carnuntums wiederersteht. Im Amphitheater Militärstadt stürzt sich die hauseigene Familia Gladiatoria Carnuntina martialisch in spektakuläre Gladiatorenkämpfe. Im Anschluss werden bei einem Open Air-Kino die berühmtesten römischen Kostümfilme der Filmgeschichte gezeigt.

 

Fotomaterial über die niederösterreichische Donauregion finden Sie auch in unserem Online-Bildarchiv auf der Website www.donau.com/bildarchiv.

 

Presse-Rückfragen:
Donau Niederösterreich Tourismus GmbH
Mag. Jutta Mucha-Zachar
PR & Medienmanagement
(T) +43 2713 30060-24
(E) jutta.mucha-zachar@donau.com

 

Information & Buchung:
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(E) urlaub@donau.com
(U) www.donau.com

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