Musikalisches Szenario von Wolfgang Sauseng und Elisabeth Vera Rathenböck nach der Erzählung „Die Karawane und die Auferstehung“ von Ingeborg Bachmann.
Es ist Frühlingsbeginn. Die Osterzeit steht unmittelbar bevor. Nach christlichem Brauch werden die Glocken bald schweigen. Da passt diese Uraufführung wie maßgeschneidert. Denn die Thematik von „Frühling. Leeres Land.“ berührt viele Emotionen dieser Zeit: Angst vor der Vergänglichkeit. Lebensbilanz. Vorfreude auf einen möglichen Aufbruch. Schmerzliche Verluste, aber auch Hoffnung in düsteren Tagen.
In einer Zwischenwelt, einem Land im Zwielicht, ist eine kleine Gruppe sich Erinnernder unterwegs. Sie befinden sich zwischen Leben und Tod – oder zwischen Tod und Leben. Wie eine kindlich-messianische Lichtgestalt versucht die Sopranstimme des Knaben die anderen Wandernden aus ihrer Apathie zu befreien. Am Ende leuchtet aus „unermesslichem Dunkel“ eine kleine Flamme, die neues Leben bringen wird.
Mit außergewöhnlicher Instrumentation und komponiert in seiner vielfältigen, höchst individuellen und intensiven Klangsprache vertont Wolfgang Sauseng ein Libretto, das auf einer Erzählung der 22-jährigen Ingeborg Bachmann beruht. Damit schließt sich bei Imago Dei ein Kreis: Sauseng (*1956), profilierter Kirchenmusiker und emeritierter Universitätsprofessor, erfüllt einen weiteren großen Kompositionsauftrag des Chorus sine nomine unter Johannes Hiemetsberger. Bereits 2003 haben sie im Klangraum Sausengs „Passio Iesu“ zur Uraufführung gebracht.
Minoritenplatz 4
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