• Sonnenwende Nibelungengau Feuerwerk bei Maria Taferl © Anton Bair
  • Sonnwende Nibelungengau Feuerwerk bei Donaulände in Persenbeug (c) Martina Siebenhandl
  • Sonnwende Nibelungengau Feuerwerk mit Schiff bei Stadthalle Ybbs (c) Martina Siebenhandl
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Die Sommersonnenwende in der Wachau und im Nibelungengau Wachau-Nibelungengau-Kremstal

20. Juni 2015 - Region Wachau & 27. Juni 2015 - Region Nibelungengau

Jedes Jahr rund um den 21. Juni steht die Donauregion Wachau-Nibelungengau-Kremstal ganz im Zeichen der prächtigen Sonnwendfeiern und lädt zu einem farbenprächtigen Spektakel ein. Tausende treibende Lichter auf dem Donaustrom, romantisch von Fackeln erleuchtete Weinrieden, eindrucksvolle Feuerwerke und wunderbare Gelegenheiten für kostbare Augenblicke machen die Sonnwendfeiern in der Wachau und im Nibelungengau jedes Jahr wahrhaft unvergesslich.

In mehr als 20 Orten der Donauregion Wachau-Nibelungengau-Kremstal wird das alte Brauchtum auf ebenso prachtvolle wie genussreiche Art gepflegt.

Neben einem grandiosen Feuerspektakel zu beiden Seiten der Donau und einem funkelnden Lichtermeer entlang des bezaubernden Flusstales, wissen auch die international renommierten Wachauer Weine und regionalen Delikatessen ihre Stammgäste aus aller Welt in ihren Bann zu ziehen.

Wachau & Nibelungengau Übersichtskarte Wachau-Nibelungengau-Kremstal

Sonnenwende vom Schiff aus erleben Wachau-Nibelungengau-Kremstal

Wenn Sie auf die gute Idee kommen sollten, die Sonnwendfeiern zum Anlass eines Kurzurlaubs in der Wachau zu nehmen, dann ist die rechtzeitige Reservierung dringend empfehlenswert. Nützen Sie die Möglichkeit, dieses Spektakel vom Schiff aus zu betrachten. Eine umgehende Reservierung ist dazu erforderlich. Die Plätze sind begrenzt und erfahrungsgemäß rasch ausgebucht!

Informationen zum Kartenverkauf
Informationen zum Kartenvorverkauf erhalten Sie bei den folgenden Schifffahrtsunternehmen:

NEU: Reisen Sie mit dem luxuriösen Kaiserzug Majestic Imperator zur Sonnenwende in die Wachau. Reisen wie zu Kaisers Zeiten im Dampfzug.

Weiterführende Informationen zur Buchung erhalten Sie hier.

NEU: Erleben Sie die Sommersonnenwende in der Wachau von einem Motorboot aus und chartern Sie Ihr Boot!
Infos und Buchung: Martin Weber, Tel: +43(0)664/1813550, www.motorboottaxi-wachau.at oder info@motorboottaxi-wachau.at

BITTE BEACHTEN SIE: Wenn Sie mit einem kleinen Boot den Schiffskonvoi begleiten, muss dieses unbedingt beleuchtet sein. Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass alle Insaßen Schwimmwesten zu tragen haben!

Geschichte der Sommersonnenwende - Feuer Frei seit 1604 Wachau-Nibelungengau-Kremstal

Vor annähernd 400 Jahren wurde das Abbrennen von Sonnwendfeuern in der Donauregion Niederösterreichs erstmals urkundlich registriert. Der Brauch wurde in der Wachau wie kaum anderswo gepflegt und erhalten.

Vom Sonnenkult zum stimmungsvollen Fest

Über die Wurzeln der bis heute in vielen Ländern Europas verbreiteten Sonnwendfeiern gibt es wenig gesicherte Erkenntnisse und zahllose Theorien. Ob es sich - wie von den meisten Forschern angenommen - tatsächlich um die Reste eines archaischen Sonnenkults von Kelten, Slawen und Germanen handelt, ist weder zu beweisen noch zu widerlegen. Fest steht jedenfalls, dass die Kirche im Mittelalter das Abbrennen der rituellen Feuer vehement bekämpfte. Der Brauch hielt sich jedoch recht hartnäckig, weshalb man sich im 13. Jahrhundert auf eine pragmatische Vorgangsweise verlegte. Der 24. Juni wurde zum Festtag von Johannes dem Täufer erklärt und das suspekte Treiben auf diese Weise mit einer christlichen Deutung versehen.

Die ältesten durch Quellen nachgewiesenen Sonnwendfeiern in Niederösterreich fanden 1604 in Rosenburg am Kamp und 1609 in Klosterneuburg statt. Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts sind sie in großer Zahl für fast das ganze Land belegt. Am ausgiebigsten gefeiert wurde in der Wachau und im Nibelungengau. 1754 beendete ein generelles Verbot den Feuerzauber für rund ein Jahrhundert. Als Quelle mehrerer verheerender Brände waren die Sonnwendfeiern der Obrigkeit schon lang ein Dorn im Auge und für die Aufklärer, die zunehmend an Einfluss gewannen, als "unnötiger Aberglaube" auch sonst ein höchst bedenkliches Ärgernis.

Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen die Feiern wieder auf und entwickelten sich allenthalben zu ausgelassenen Volksfesten. Rund um die Feuerplätze wurden Gastgärten aufgestellt, Musikkapellen spielten auf, und Marktstände boten kulinarische "Johannisspezialitäten" an: Met, Krapfen, Lebkuchen und in Teig gebackene Holunderblüten. Auch bei den traditionellen Ritualen ging man durchaus mit der Zeit: Für lodernde Flammen sorgten nun nicht mehr allein brennende Holzstöße und Pechfässer, sondern auch neumodische technische Erfindungen wie Raketen und bengalische Feuer.

Um dieselbe Zeit gelangten die Sonnwendfeiern in der Wachau durch Reiseberichte von Schriftstellern und Journalisten erstmals zu beachtlicher internationaler Bekanntheit. Besonders beeindruckt hat die zeitgenössischen Besucher dabei offenbar vor allem der vieltausendfache Glanz der Lichter, die auf winzigen Booten die Donau hinabgeschickt wurden.Wie sehr sie dabei ins poetische Schwärmen gerieten, kann entweder in den Archiven nachgelesen oder demnächst direkt vor Ort nachempfunden werden. Schön authentisch und authentisch schön.

 

 

Videos

Sommersonnenwende im Nibelungengau:


Sommersonnenwende in der Wachau:

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